Rorschachs Tagebuch

COWON iAUDIO7 unter Linux Januar 18, 2009

Filed under: Hardware,Linux — Rorschach @ 12:23
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Ich habe mich nun lange nach einem guten MP3-Player für mich umgesucht und bin schliesslich beim iAUDIO7 von COWON mit 16 GB Speicherplatz gelandet.

cowon_iaudio7
(Auf diesem Bild hier erkennt man die Ausmaße und Größe des Players besser: klick.)

Wichtig für mich war, dass keine Zwangssoftware benötigt wird, Support für Ogg und eine lange Spielzeit. Der iAUDIO7 ist einer der wenigen Player die all dies bieten. Es reicht ihn einfach zu mounten und seine Musik rüber zu kopieren, er unterstützt Ogg Vorbis und hat eine Spielzeit zwischen 40 und 60 Stunden mit einer Akku-Ladung. Sämtliche technischen Informationen zum Player findet man hier.

Er ist sehr gut mit Linux zu managen wobei man ein paar nützliche Tricks kennen sollte:

Akku Laden

Vor der ersten Benutzung sollte der iAUDIO7 natürlich, wie die meisten Geräte mit Akkus erst einmal vollständig geladen werden um eine lange Lebensdauer des Players zu erreichen. Der iAUDIO7 wird einfach per USB-Verbindung zum Rechner aufgeladen. Leider benutzt er eine Windows XP Eigenheit, die nicht Bestandteil des USB-Standards ist, um zu merken ob er nur geladen wird oder Daten auf ihn geschrieben werden sollen. Das hat jedoch nur eine einzige Auswirkung: Wenn der Player gesagt bekommt er soll nur geladen werden erscheint auf dem Display eine Ladeanzeige. Wenn der Player dies vom Betriebssystem nicht gesagt bekommt, dann wird er trotzdem aufgeladen aber man sieht keine Ladeanzeige sondern einfach nur die Meldung, dass man ihn per USB-Kabel mit dem Rechner verbunden hat. Das bedeutet, dass man eigentlich nur unter XP diese Ladeanzeige bekommt (wenn man den remove pnp-devices wizard startet). Sowohl unter Linux, MacOS wie auch Vista bekommt man immer nur angezeigt, dass er mit dem Rechner verbunden ist und muss raten wann er fertig aufgeladen ist. Ich habe jedoch einen einfachen Trick herausgefunden: man darf den Miniusb-Anschluss einfach nicht vollständig in den Player reinschieben sondern nur soviel, dass Strom fliessen kann aber nicht genug, dass der Player merkt dass er mit einem PC verbunden ist. Das führt dazu dass er geladen wird und auch unter Linux die Ladeanzeige auf seinem Display erscheinen lässt. Ich würde sagen es sind etwa 3/4 der Länge des Anschlusses die man reinschieben muss um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Wenn man einmal die richtige Tiefe raus hat klappt das problemlos und es gibt hier keinen Nachteil mehr zur Benutzung des Players unter Windows XP.

Firmware-Update

Wenn man ihn nun geladen hat sollte man als nächstes noch die Firmware auf den neusten Stand bringen. Dazu lädt man sich hier die neuste Firmware herunter und entpackt sie. Darin sind zwei Dateien: I7_FW.BIN und I7_RS.BIN welche man einfach in das Root-Verzeichnis des Players kopiert nachdem man ihn gemountet hat. Dann bindet man den Player wieder aus und startet ihn wobei das Firmwareupdate automatisch installiert wird.

Clustergröße des Dateiformates ändern

Der Player benutzt fat32 als Dateisystem welches unter Linux unproblematisch gehandelt werden kann. Einziges Mako ist, dass die 16GB Variante des Players mit einer unglücklich gewählten Clustergrösse von 8kb ausgeliefert wird welche die Übertragungsgeschwindigkeit per USB doch erheblich drosselt. Um das Maximale raus zu holen sollte man diese auf 16kb anheben. Dies geht mit:

sudo mkdosfs /dev/sdb -I -s 16 -F 32 

Wobei sdb natürlich auf den jeweiligen device-Namen bei sich angepasst werden muss. Wenn man auf Nummer sicher gehen will seinen Player damit nicht zu briggen kann man vorher noch ein Backup-Image ziehen mit:

dd if=/dev/sdb of=iaudio7.img

Nach dem Ändern der Clustergrösse ist der Player komplett formatiert, man muss die Firmware wie oben beschrieben also wieder komplett neu installieren. Der Ordner /music muss dann von Hand wieder angelegt werden.

 

10 Responses to “COWON iAUDIO7 unter Linux”

  1. Hannes Says:

    Ich hatte mir den Player vor einigen Monaten gekauft und nach einer Woche wieder zurückgegeben, weil mich gestört hat, dass die Kopfhörer so dröhnen (alle können mithören.) Wie findest du den Klang? Hast du keine anderen Player gehabt, dass du merkst, dass er furchtbar ist?

  2. HeinzII Says:

    sehr guter artikel… 1+

  3. Patrick Says:

    Leider bekomme ich unter http://www.xonio.com/ii/135500818_ebb2e84fa5.jpg nur „Zugriff verweigert“😦

    Wo hast du die 16GB-Version gekauft?
    Hast du einen Links bzw. Werte wie sich die Clustergröße konkret auswirkt?

    Grüße,
    Patrick

  4. Dirk Deimeke Says:

    Sehr gute Entscheidung!

    Ich nutze den kleinen Bruder mit 8 GB mittlerweile seit 1,5 Jahren und bin sehr zufrieden damit.

    iAudio baut schon gute Geräte.

  5. Du bist ja ganz schön mutig, einfach mal so das Filesystem neu zu machen.
    Aber schön, das es geklappt hat.
    Wenn ich mir einen player kaufe, dann sicher diesen🙂

  6. Rorschach Says:

    @Hannes: Ja die Kopfhörer die mitgeliefert sind, sind wirklich Scheisse. Kauf dir einfach ein paar anständige IEMs und du wirst merken, dass die Audioqualität des Teils der Hammer ist. Natürlich musst du die Equalizer-Einstellungen deinen Wünschen anpassen doch da bietet das Teil ja einiges an Einstellungsmöglichkeiten.

    @Patrick: Das Bild geht bei mir problemlos. Gekauft habe ich ihn bei amazon.de, da er dort günstiger war als bei lokalen Händlern hier. Das mit der Clustergrösse habe ich in zahlreichen Foren von Windows-Usern gelesen gehabt und wie sie die verändert haben. Da ich nix gefunden habe wie man sie unter Linux verändert hab ich die Manpage gewälzt bis ich es raus hatte😉 Mein Speed ist leider ein schlechter Vergleichswert da ich nur verschlüsselte Platten habe und die ja sowieso langsam sind.

    @90% Linux 100% fun: Wär er gebrigged gewesen dadurch hätte ich einfach auf mein 14 Tage Rückgaberecht gepocht😉 Doch zum Glück ist der Player echt klasse und man kann die Firmware immerwieder neu aufspielen.

  7. bed Says:

    zu 3: der link ist korrekt, drücke einfach mal auf den Link.
    Das ist ein Bilderklau verhinderungstrick🙂
    Soll verhindern, das Leute das Bild direkt verlinken und so traffic klauen

  8. Christoph Says:

    Das schaut ja ganz gut zu sein. Genau sowas habe ich auch schon immer gesucht.

    Gibt es eigentlich Möglichkeiten Playlists zu nutzen? Ich bin jemand, der gerne Alben anhört (wobei die ID3-Tags nie einheitlich gesetzt sind).

  9. Rorschach Says:

    Ja,
    er besitzt eine Playliste in die du beliebig Titel einfügen und wieder entfernen kannst. Playlisten die du vom Pc überträgst benutzt er aber nicht. Zumindest bekomme ich sie nicht im music Ordner angezeigt.

  10. bed Says:

    So, mein IAudio 7 mit 16Gig ist nun da.
    Bei mir waren kostenlos bessere Ohrhörer dabei🙂


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