Rorschachs Tagebuch

Kickstart, FAI oder Preseeding? August 7, 2009

Filed under: Linux,OpenSource,Ubuntu — Rorschach @ 17:28
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Ich werde bald eine automatische Ubuntu Installations-CD basteln. Dies wird das Standardinstallationsmedium für eine etwas grössere Netzwerkumgebung mit zahlreichen Clients sein. Bis jetzt läuft da Fedora drauf. Installiert und konfiguriert (Netzwerk, NFS, NIS, OpenSSH, Root- und Grub-Passwort, Cfengine) wird per Kickstart. Danach übernimmt Cfengine die Konfiguration.

Wie gesagt, es wird jetzt auf Ubuntu umgestellt. Also hab ich mir angeschaut was es da an automatischen Installationsmöglichkeiten gibt. Können sollte es: automatisches Partitionieren, Installation von gewünschten Paketen und Möglichkeiten zur Konfiguration von Paketen, wie oben bereits genannt, ausführen von Programmen nach der Installation (zum Schluss soll also Cfengine ausgeführt werden). Ausserdem soll sogut wie alles auf der CD die ich erstelle enthalten sein und nur sehr wenig vom Mirror nachgezogen werden.

Gefunden habe ich drei Möglichkeiten:
1.) Kickstart, das eigentlich für Redhat und ähnliche Distris zugeschnitten ist, funktioniert anscheinend auch mit Ubuntu.
2.) FAI steht für Full Automated Installer und wurde eigentlich für Debian entwickelt, funktioniert aber auch mit Ubuntu.
3.) Preseeding ist die „offizielle“ Ubuntu-Methode, die auch im Ubuntu Installationsguide genannt wird.

Ich wollte euch mal fragen ob ihr mit einer der drei Varianten und Ubuntu schonmal gearbeitet habt und ihr mir was dazu sagen könnt, irgendwelche Tips habt oder einfach was ihr, aus welchen Gründen nehmen würdet.

 

5 Responses to “Kickstart, FAI oder Preseeding?”

  1. Betz Stefan Says:

    Nunja, also mit Kickstart habe ich noch nie gearbeitet. Zum Thema FAI gab es auf der Ubucon 2008 einen Vortrag.

    Preseeding an sich ist zusammen mit einem PXE-Boot meiner Meinung nach die sauberste Methode. Eine gern gesehen Alternative ist gerade (wie du schon gemerkt) hast FAI. FAI ist aber an einigen Stellen noch ne Baustelle.

    Bis auf die Partitionierung geht beim Preseeding eigentlich alles einfach…

    Wie groß wäre den die Installation? Wieviele „Clients“?

    mfg Betz Stefan

  2. Rorschach Says:

    Hi,
    also es sind ca. 200 Clients die damit installiert werden. PXE ist leider keine Option da noch ein paar ältere Rechner dabei sind deren Bios dies nicht unterstützt. Ausserdem möcht ich nicht wenn ich 20 Rechner auf einmal installiere und die alles übers Netzwerk nachziehen, soviel Traffic auf einmal auf dem Fileserver und dem Netzwerk erzeugen. Hängt zwar beinahe alles an nem Gigabit-Anschluss aber trotzdem ist sowas doof wenn es sich vermeiden lässt, weswegen ich sogut wie alles auf der Installations-CD haben möchte.

    Was mich am Preseeding ein bischen nervt ist nichtmals das Partitionieren, das würde meinen Ansprüchen noch genügen aber es scheint Probleme mit dem X-Server zu haben. Also Ubuntu richtet den X-Server ja automatisch richtig ein, wählt den richtigen Treiber für die Graka, usw… Bei Preseeding wird dies jedoch automatisch überschrieben was ziemlich schlecht ist. Denn es gibt Rechner mit unterschiedlichen ATI, Nvidia,.. Karten die unterschiedliche Treiber brauchen, was bedeutet ich muss nach der Installation den X-Server von Hand konfigurieren oder unterschiedliche Installationsroutinen für unterschiedliche Grakas erstellen und müsste vor jeder Installation nachschauen was für ne Graka im Rechner überhaupt drin ist.. Das wäre sehr aufwendig.

    FAI hingegen scheint mir von der Bedienung her die komplizierteste Alternative zu sein. Du hast gesagt FAI wäre an vielen Stellen noch eine Baustelle, kannst du mir sagen was du damit genau meinst? Hab mir gerade mal die Slides des Vortrags von der Ubucon runtergeladen und angeschaut die sehen eigentlich recht viel versprechend aus obwohl ich da noch nicht gecheckt hab ob der X-Server automatisch konfiguriert wird.

  3. […] Filed under: Linux, OpenSource, Ubuntu | Tags: fehler, installations-guide, Preseeding, Ubuntu | Vor kurzem habe ich überlegt wie ich eine automatische Installations-CD für Ubuntu Jaunty basteln kann. Da […]

  4. Mrfai Says:

    Also FAI ist ueberhaupt keine Baustelle. Ende 2009 feierte FAI sein 10 jähriges bestehen der Version 1.0.
    FAI und Ubuntu funktioniert auch seit Jahren.

    Schau dir mal die Benutzer Reports an auf:
    http://www.informatik.uni-koeln.de/fai/reports/

    Gruss Mrfai (Autor vonm FAI)

  5. Thomas Lange (Mrfai) Says:

    Das FAI Projekt hat nun eine eigene Domain!

    http://fai-project.org


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