Rorschachs Tagebuch

Die besten Gnome-Themes März 7, 2010

Filed under: Archlinux,Gnome,Linux,OpenSource,Ubuntu — Rorschach @ 14:31
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In den letzten Tagen gab es, für mich unverständlicher Weise, einiges an Aufregung um die neuen Ubuntu-Themes. Ich werde das ganze hier garnicht erst kommentieren sondern möchte die ganzen Kritiker (aber natürlich auch die, die die neuen Themes gut finden) dazu anregen, dass wir mal eine Liste der besten Gnome-Themes erstellen.

Natürlich ist das Aussehen und dessen Gefallen rein subjektives Empfinden und doch finde ich, kann man ein gutes Gnome-Theme an zwei Punkten erkennen:

    1. Es ist in sich stimmig
    2. Es ist einfach für den User zu installieren, also ein all-in-one-Paket und nicht: „nimm dieses Icon-Theme da und jene Fensterdeko, und dieses GTK-Theme…“

Wer sich beteiligen will kann dies entweder in seinem eigenen Blog tun (bitte einen Trackback an mich schicken) oder über die Kommentarfunktion in diesem Artikel.

Ich mache mal den Anfang und will euch hier auf das Bisigi Project hinweisen. Das Projekt gibt es schon etwas länger und hat sich auf die Fahnen geschrieben attraktive Gnome-Themes herzustellen. Dabei bietet das Projekt eine Fremdquelle an, aus welcher die Themes einzeln bequem installiert werden können. Ausserdem stehen die Themes auch für Archlinux (im AUR) und für Frugalware bereit. Aber natürlich können sie auch als normale Gnome-Theme-Dateien im tar.gz Format heruntergeladen werden und mit anderen Distributionen genutzt werden.

So und jetzt kommen die momentan 13 Themes die das Projekt bisher erstellt hat:

Ich verwende seit einiger Zeit drei dieser Themes: an meinem Laptop zuhause Exotic, an meinem eeepc Bamboo Zen und auf der Arbeit aquadreams und bin mehr als zufrieden mit dem Aussehen.

 

Seit Jahren mal wieder Gnome… August 25, 2009

Filed under: Linux,Ubuntu — Rorschach @ 19:09
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Ich habe heute seit Jahren mal Gnome installiert und mich eingeloggt auf einer Jaunty-Installation.

Was soll ich sagen, es ist ein bischen träger geworden und es wird nochmehr Unsinn automatisch gestartet (bitte wieviel Prozent der Gnome-Nutzer haben einen Bluetoothanschluss am Rechner? 0-1%?).

Anstelle von diesem Unsinn hätte man mal lieber was sinnvolles integriert. Kann mir bitteschön jemand sagen warum ich den gconf-editor öffnen muss um einen selbst definierten Hotkey anzulegen? Ist das so aussergewöhnlich, poweruserhaft, dass die Gui diese Funktionalität nicht bereitstellen sollte? Versteht mich nicht falsch, ich will kein Plädoyer für Guis halten, hier spricht schliesslich ein überzeugter Fluxbox-Nutzer, aber wenn Ubuntu die Einsteigerdistribution schlecht hin sein soll und Gnome dessen Standard-Desktopumgebung ist, dann kann man doch einen gewissen Basiskomfort verlangen. In Fluxbox weiss ich, ich öffne einfach die keys-File, trag meinen Hotkey ein und lade die Box neu. Das ganze dauert max. 5sec. Aber in Gnome muss ich erstmal den gconf-editor öffnen, mich durch diese komischen Menüs wurschteln und an zwei Stellen Einträge für meinen Hotkey machen. Das ist einfach nur dämlich…

Doch dann hab ich das aller nervigste festgestellt: Ich kann ein Fenster nicht über die Panels maximieren. Erst hab ich gedacht, okay das wird eine Einstellung sein also die Panel-Settings angeschaut doch da gibt es nichts entsprechendes, im Wiki nachgeschaut und nichts gefunden. Danach natürlich gegoogelt. Und da finde ich zwei Sachen: einmal einen Brainstormeintrag wo ein User das gleiche wünscht. Gleichzeitig finde ich hier aber im Gnome 1.4 manual genau die besagte Einstellung. Liegt es jetzt am „neuen“ Gnome oder an Ubuntu, dass dies nicht geht?

Naja ich werde mich mit Gnome schon arrangieren…Da ich arbeitsbedingt dafür etwas User-Support leisten muss, muss ich’s mir einfach antun auch wenn mich diese beiden Dinge echt tierisch nerven.

 

Ubuntu Jaunty Preseeding: Probleme und Lösungen August 20, 2009

Filed under: Linux,OpenSource,Ubuntu — Rorschach @ 13:33
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Vor kurzem habe ich überlegt wie ich eine automatische Installations-CD für Ubuntu Jaunty basteln kann. Da FAI einfach zuviel ist für das was ich brauche habe ich mich für Preseeding entschieden.

Zu Preseeding gibt es im Ubuntu Installationsguide ein eigenes Kapitel welches sich damit beschäftigt. Doch genau damit fangen die Probleme an. Ich habe den Guide befolgt doch es wollte einfach nicht funktionieren. Der Ubuntu-Installer hat einfach weiterhin die Fragen gestellt obwohl die Antworten in der Preseed-File standen. Es hat mich einiges an Zeit gekostet bis ich den Fehler im Guide fand. Dieser Guide ist eigentlich nicht von Ubuntu sondern eine 1 zu 1 Kopie des Debian-Guides. Ubuntu benutzt aber schon lange Ubiquity als Frontend für den Debianinstaller und mit Ubiquity funktioniert es einfach so nicht. Ubiquity soll zwar auch primitive Preseeding-Fähigkeiten besitzen doch sie sind nicht so ausgereift wie die des Debianinstallers und vor allem sind sie nirgends dokumentiert. Die Lösung des Problems ist jedoch recht einfach: anstelle der Desktop-CD habe ich einfach die Alternate-CD genommen. Diese setzt nicht auf Ubiquity sondern auf den reinen Debianinstaller und damit funktioniert Preseeding. Die Anleitung im Ubuntu Guide funktioniert also nur mit der Alternate-CD was allerdings an keiner Stelle des Guides irgendwo erwähnt wird.

Beim Remastern der Alternate-CD muss man noch beachten, dass diese im Gegensatz zur Desktop-CD irgendwelche Signierungen besitzt. Man kann sie also nicht einfach mounten, den Inhalt wohin kopieren, seine Veränderungen vornehmen und dann mit mkisofs eine neue Iso erstellen, denn dann bricht der Installer mit der Meldung ab, dass man keine valide Installations-CD benutzt. Deswegen muss man das ganze mit den Commandline-Tools des Ubuntu Customisation Kits machen. Hier ist ein nettes Howto wie man die Tools dazu benutzt.

Nachdem ich dies herausgefunden hatte liessen sich die meisten Fragen beantworten aber leider nicht die Keyboard und Localisation-Settings, denn diese werden vor dem Laden der Preseeding-Datei abgefragt. Um das zu umgehen muss man in der kernel Zeile in der Isolinux-Konfig der Alternate-CD diese beiden Dinge einfügen:
auto=yes priority=critical
Damit werden diese Fragen nach hinten verschoben und können somit mit der Preseeding-Datei beantwortet werden.

Dann ging es weiter. Die Fragen wurden beantwortet und die Installation lief bis zu dem Punkt an dem der Kernel und die Ramdisk installiert werden sollten. Diesmal brach der Installer mit der Meldung ab, dass kein zulässiger Ramdisk-Generator verwendet wird. Schuld ist schon wieder ein Fehler im Installations-Guide. Dort steht geschrieben, dass man als initramfs-generator das Paket yaird auswählen soll. yaird ist (oder war früher mal) der Ramdisk-Generator von Debian. In Ubuntu ist er im universe-Repository und steht bei der Installation garnicht zur Verfügung, selbst wenn es mit ihm klappen würde. Deswegen müssen für Ubuntu entgegen der Installations-Anleitung die initramfs-tools verwendet werden:
d-i base-installer/kernel/linux/initramfs-generators string initramfs-tools

Mit diesen Veränderungen hat der Guide endlich funktioniert und ich konnte eine automatische Ubuntu-InstallationsCD erstellen. Ich hoffe mal meine Bugreports bezüglich der fehlerhaften Anleitung werden spätestens mit der Anleitung für Karmic behoben werden.

 

Kickstart, FAI oder Preseeding? August 7, 2009

Filed under: Linux,OpenSource,Ubuntu — Rorschach @ 17:28
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Ich werde bald eine automatische Ubuntu Installations-CD basteln. Dies wird das Standardinstallationsmedium für eine etwas grössere Netzwerkumgebung mit zahlreichen Clients sein. Bis jetzt läuft da Fedora drauf. Installiert und konfiguriert (Netzwerk, NFS, NIS, OpenSSH, Root- und Grub-Passwort, Cfengine) wird per Kickstart. Danach übernimmt Cfengine die Konfiguration.

Wie gesagt, es wird jetzt auf Ubuntu umgestellt. Also hab ich mir angeschaut was es da an automatischen Installationsmöglichkeiten gibt. Können sollte es: automatisches Partitionieren, Installation von gewünschten Paketen und Möglichkeiten zur Konfiguration von Paketen, wie oben bereits genannt, ausführen von Programmen nach der Installation (zum Schluss soll also Cfengine ausgeführt werden). Ausserdem soll sogut wie alles auf der CD die ich erstelle enthalten sein und nur sehr wenig vom Mirror nachgezogen werden.

Gefunden habe ich drei Möglichkeiten:
1.) Kickstart, das eigentlich für Redhat und ähnliche Distris zugeschnitten ist, funktioniert anscheinend auch mit Ubuntu.
2.) FAI steht für Full Automated Installer und wurde eigentlich für Debian entwickelt, funktioniert aber auch mit Ubuntu.
3.) Preseeding ist die „offizielle“ Ubuntu-Methode, die auch im Ubuntu Installationsguide genannt wird.

Ich wollte euch mal fragen ob ihr mit einer der drei Varianten und Ubuntu schonmal gearbeitet habt und ihr mir was dazu sagen könnt, irgendwelche Tips habt oder einfach was ihr, aus welchen Gründen nehmen würdet.

 

MPlayer verliert sein GUI Mai 25, 2009

Filed under: Archlinux,Linux,Ubuntu — Rorschach @ 12:44
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In den letzten Wochen und Monaten hat es sich bereits abgezeichnet und nun hat Archlinux, afaik als erste Distribution, den Schritt getan und die graphische Oberfläche gmplayer aus dem MPlayer-Paket geworfen.

Die Gründe dafür sind, dass gmplayer von den offiziellen MPlayer-Entwicklern nicht mehr gewartet wird. So werden Bugs dafür nichtmehr gefixt, es wird keine neuen Features mehr geben und eventuell wird der Part irgendwann in absehbarer Zeit komplett aus den MPlayer-Quellcode fliegen. Im Moment schauen sie nur noch, dass MPlayer mit der --enable-gui Flag gesetzt kompiliert, selbst ob gmplayer weiterhin lauffähig ist spielt keine Rolle mehr.

Die ganze Diskussion bei Archlinux darüber kann man auf der Archlinux-Development-Mailingliste nachlesen.

Auch die Debian und Ubuntu-Entwickler haben auf der MPlayer-Mailingliste jetzt laut darüber nachgedacht gmplayer aus ihren MPlayer-Paketen in den Paketquellen zu werfen und es wird wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, bis dies passieren wird.

Deswegen sollte man die Zeit nutzen und sich nach einem Alternativen GUI für mplayer um zu sehen. Eine Liste davon kann man auf der MPlayer-Webseite unter Frontends finden.

Mir scheint SMPlayer im Moment die beste Alternative zu gmplayer zu sein. Das selbst gesteckte Ziel von SMPlayer ist es ein komplettes Frontend für MPlayer zu sein, also sämtliche Features die MPlayer besitzt und das sind eine ganze Menge, in ihrem Interface graphisch zur Verfügung zu stellen.

Hier mal ein kleiner Screenshot von SMPlayer mit dem default Skin:
smplayer-screenshot

 

OpenNTPD: die leichtgewichtige und sichere Alternative zu NTP Januar 4, 2009

Filed under: Linux,OpenSource,Ubuntu — Rorschach @ 12:06
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Auf Grund Chrisss berechtigter Kritik an meiner ntpdate und Cronjob Lösung um die Systemzeit aktuell zu halten habe ich nach einer Alternative gesucht.

Klar auf den ersten Blick fällt einem da direkt die Referenzimplementation NTP mit seinem Daemon ntpd ein. Die ist bei den allermeisten Distributionen einfach über das Paket ntp zu beziehen. NTP ist recht etabliert und kommt wohl auf den allermeisten Linux-Systemen zum Einsatz.

Dann bin ich jedoch auf OpenNTPD gestossen. OpenNTPD stammt wie der Name bereits erraten lässt aus dem OpenBSD Projekt und ist eine leichtgewichtige Alternative zu NTP. Auch OpenNTPD ist in den meisten Distributionen enthalten und kann durch das Paket openntpd installiert werden. Es verbraucht etwas weniger Rescourcen als NTP und wie alle Programme aus dem OpenBSD Projekt wurde es auf zahlreiche Sicherheitsschwachstellen sowohl automatisiert wie auch von Hand durch Codereview überprüft.

Konfiguriert wird OpenNTPD in der ntpd.conf. Die liegt bei einigen Distributionen wie Archlinux einfach unter /etc, bei einigen anderen wie Ubuntu unter /etc/openntpd/. Die Konfiguration ist absolut einfach. Genau genommen muss in dieser Konfigurationsdatei nur eine einzelne Zeile stehen und zwar:

servers pool.ntp.org

pool.ntp.org liefert immer einen zufälligen NTP-Sever zurück mit dem man sich synchronisiert. Natürlich ist es aber auch möglich einzelne Server explizit anzugeben zum Beispiel mit:

server ntpserver1.com

Man kann dabei soviele server oder servers Direktiven einfügen wie man möchte.

Danach stellt man OpenNTP nur noch als Autostart-Dienst ein. Bei Archlinux trägt man ihn dafür bei den DAEMONS in der /etc/rc.conf ein. Da die Festplatte meines Ubuntu-Rechners diese Woche den Geist aufgegeben hat kann ich es gerade nicht überprüfen aber ich gehe mal davon aus, dass OpenNTPD sich wie die meisten Dienste bei Ubuntu automatisch in die richtigen Runlevels schreibt. Wenn das wider Erwarten nicht der Fall sein sollte steht hier beschrieben wie man dies von Hand erledigen kann.